Sehr geehrter Herr Wenzel,
im Namen der SPD-Fraktion bitte ich Sie, folgende Anfrage in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses durch die Verwaltung beantworten zu lassen:
- Liegt der Verwaltung eine systematische Erhebung vor, wie häufig es aktuell 2025/2026) zu Betreuungsausfällen gekommen ist?
Falls ja, bitten wir um Aufschlüsselung
– nach Trägern (städtische sowie Freie),
– nach Art und Dauer des Ausfalls (z. B. halber Tag, ganzer Tag),
– nach Ursachen (Krankheit, Personalengpass, usw.). - Falls keine systematische Erhebung vorliegt: Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, eine solche statistische Erfassung künftig aufzubauen, um die Betreuungsausfallzeiten transparent und vergleichbar zu dokumentieren?
- Wie oft und in welchem finanziellen Umfang haben Eltern in Langenfeld bereits Ansprüche für ausgefallene Betreuungszeiten geltend gemacht?
- Wie werden Eltern über kurzfristige Betreuungsausfälle informiert, und welche Unterstützungsangebote gibt es für berufstätige Eltern, die kurzfristig keine Betreuung finden?
Begründung:
Wie eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung darstellt, waren im Herbst 2025 bundesweit 54 Prozent aller Eltern von ungeplanten kurzfristigen Kürzungen bei den Betreuungszeiten oder gar von Schließungen betroffen.
Auch in Langenfeld spiegeln uns Eltern immer wieder diese Problematik. Die meisten Eltern sind auf verlässliche Betreuungszeiten angewiesen und mit einer deutlichen Zusatzbelastung konfrontiert, wenn Betreuungszeiten kurzfristig aufgrundvon Personalmangel, Krankheit oder anderen Gründen ausfallen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Mark Schimmelpfennig
Fraktionsvorsitzender