Sehr geehrter Herr Niemeyer,
bitte lassen Sie folgenden Antrag der Fraktionen BGL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD in der nächsten Schulausschusssitzung am 05.05.26 behandeln:
Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah eine Besichtigung einer PRIMUS-Schule in Nordrhein-Westfalen für Vertreter*innen der Fraktionen und der Verwaltung zu organisieren. Die Terminabstimmung erfolgt in Koordination mit dem Vorsitzenden des Schulausschusses. Das Programm des Besuchs soll folgende Eckpunkte umfassen:
1. Eine Besichtigung des Schulgebäudes, -hofes und der Lernlandschaften.
2. Ein Fachgespräch mit der Schulleitung über das pädagogische Konzept und die organisatorischen Rahmenbedingungen.
3. Ein Austausch mit Lehrkräften über die Vor- und Nachteile einer PRIMUS-Schule
4. Fokus auf die praktische Umsetzung des gemeinsamen Lernens von Klasse 1 bis 10.
5. Wenn möglich: Kurze Einblicke in laufenden Unterrichtseinheiten, um die Lernatmosphäre direkt zu erleben.
6. Die Verwaltung wird gebeten, im Nachgang des Besuchs einen kurzen Ergebnisbericht für den Ausschuss zu erstellen, der die Übertragbarkeit auf Langenfelder Verhältnisse prüft.
Begründung:
Die Schullandschaft in Langenfeld zeichnet sich durch eine hohe Qualität und Vielfalt aus. Um diese Zukunftsfähigkeit zu erhalten und auf die Herausforderungen moderner Pädagogik – wie Inklusion, individuelles Lernen und den demografischen Wandel – zu reagieren, ist der Blick über den Tellerrand wertvoll.
Die PRIMUS-Schule bietet hier ein wegweisendes Modell. Durch das längere gemeinsame Lernen von der Primarstufe bis zum Ende der Sekundarstufe I (Klasse 1 bis 10) werden Brüche in der Bildungsbiografie vermieden. Ein solcher Schultyp wäre eine hervorragende Ergänzung für die Langenfelder Schullandschaft, da er:
• Chancengerechtigkeit stärkt: Kinder verbleiben länger in einem vertrauten sozialen Gefüge, was den Bildungserfolg entkoppelt von frühen Selektionsentscheidungen.
• Individuelle Förderung perfektioniert: Die Konzepte der PRIMUS-Schulen setzen auf selbstgesteuertes Lernen, das in Langenfeld neue Impulse für die Schulentwicklung setzen könnte.
• Standortsicherheit bietet: Das Modell ist besonders flexibel und attraktiv für Eltern, die eine kontinuierliche Schullaufbahn für ihre Kinder suchen.
Um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung unserer lokalen Schullandschaft zu erhalten, ist ein persönlicher Eindruck vor Ort unerlässlich. Das Gespräch mit der Schulleitung soll dabei helfen, administrative Hürden und pädagogische Erfolgsfaktoren besser zu verstehen.
Mit freundlichen Grüßen
Felix Freitag (BGL) Dirk Niemeyer (Bündnis 90/Die Grünen) Mark Schimmelpfennig (SPD)