FÜR DICH. FÜR ALLE. VOR ORT.

Sehr geehrter Herr Niemeyer, 

bitte lassen Sie folgenden Antrag der Fraktionen BGL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD in der nächsten Schulausschusssitzung am 05.05.26 behandeln:

Antrag: 

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, an welchen Standorten im Stadtgebiet die Errichtung einer dreizügigen PRIMUS-Schule (Klassen 1 bis 10) realisierbar wäre. Die Prüfung soll insbesondere folgende Flächen und Szenarien umfassen:

  1. Die bereits durch den Bürgermeister für die allgemeine Schulentwicklung vorgesehenen Potenzialflächen.
  2. Der Doppelstandort an der Fröbelstraße: Prüfung, ob die vorhandenen Flächen und Gebäude nach ⁠ Abschluss der derzeitigen Ausbaustufen ausreichen, um den Raumbedarf einer vollständigen, dreizügigen PRIMUS-Schule (Primar- und Sekundarstufe I) zu decken.
  3. Der Doppelstandort am Fahler Weg: Prüfung der Kapazitäten unter Berücksichtigung der aktuellen ⁠ Ausbauplanungen für eine mögliche Nutzung als Gesamteinheit.
  4. Eine vergleichende Analyse, ob eine Zusammenführung bestehender Standorte zu einer PRIMUS⁠          Schule organisatorisch und baulich gegenüber einem Neubau auf einer Freifläche vorteilhafter wäre.

Die Ergebnisse der Prüfung sind dem Schulausschuss in der kommenden Sitzung vorzulegen, um in die Haushaltsberatungen und der Entscheidungsfindung zur Schulentwicklungsplanung einfließen zu können. 

Ergänzend bitten die Fraktionen um Bewertung folgender Aspekte: 

  1. Verkehrliche Erreichbarkeit: Die Verwaltung bewertet bei der Prüfung die verkehrliche Anbindung (ÖPNV und Schulbusverkehr) für die neuen Nutzenden.
  2. Interimslösungen: ⁠ Die Verwaltung prüft, ob ein „Aufwuchs“ der Schule (Start mit den Klassen 1 und 5) an den Standorten möglich ist, während bauliche Erweiterungen noch laufen.
  3. Fördermittel: Prüfung, inwieweit das Land NRW die Umwandlung oder den Neubau für dieses ⁠ spezifische Modellvorhaben finanziell besonders unterstützt.

Begründung:

Die Einführung einer PRIMUS-Schule in Langenfeld wäre ein innovativer Schritt zur Stärkung unserer Schullandschaft. Damit dieses Modell erfolgreich etabliert werden kann, bedarf es einer soliden infrastrukturellen Basis. Da eine PRIMUS-Schule die Jahrgänge 1 bis 10 unter einem Dach vereint, sind die Anforderungen an das Raumprogramm und die Außenspielflächen spezifisch. Besonderes Augenmerk verdient die Prüfung der Bestandsstandorte an der Fröbelstraße und am Fahler Weg. Beide Standorte verfügen durch ihre Historie als Doppelstandorte bereits über eine signifikante Größe. Es gilt zu klären, ob ein durchgehenden System (Klasse 1-10) den vorhandenen Raum nutzen kann. Hierbei muss insbesondere betrachtet werden, ob die Fachraumkapazitäten für die Sekundarstufe I an diesen Standorten abbildbar sind. Gleichzeitig dürfen die vom Bürgermeister identifizierten Schulentwicklungsflächen nicht außer Acht gelassen werden, da dann ein Neubau nach modernsten pädagogischen Standards für die Schule in Betracht kommt. Ein Prüfbericht ermöglicht es der Politik, eine sachgerechte Entscheidung über die Machbarkeit und die Umsetzung dieses zukunftsweisenden Schulmodells zu treffen.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Freitag (BGL) Dirk Niemeyer (Bündnis 90/Die Grünen) Mark Schimmelpfennig (SPD)