Der Rat der Stadt Langenfeld hat den gemeinsamen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP zur Rücknahme der Kompetenzverlagerung bei der Schulentwicklungsplanung abgelehnt. Die Mehrheit von CDU und BGL sprach sich dagegen aus, die Zuständigkeit für künftige Entscheidungen zur Schulausbauplanung wieder beim Schulausschuss zu belassen. Die bereits beschlossene Ausbauplanung selbst wäre von dem Antrag nicht berührt worden.
Die SPD-Fraktion bedauert diese Entscheidung. Aus ihrer Sicht verliert der Schulausschuss damit an Bedeutung bei einer der zentralen Zukunftsaufgaben der Stadt. Im Schulausschuss wirken neben den politischen Vertretern auch Schulleitungen, Elternvertretungen und weitere sachkundige Mitglieder mit. Deren fachliche Expertise kann dort unmittelbar in die Beratungen einfließen. „Die Schulentwicklungsplanung wird die Bildungslandschaft in Langenfeld über viele Jahre prägen. Deshalb halten wir es für sinnvoll, dass wesentliche Entscheidungen weiterhin im Schulausschuss vorbereitet und beraten werden“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Mark Schimmelpfennig. „Dort kommen die Erfahrungen aus den Schulen, die Perspektiven der Eltern und die politische Verantwortung zusammen.“
Nach Auffassung der SPD trägt der Schulausschuss durch seine fachliche Ausrichtung und die Beteiligung beratender Mitglieder zu einer breiteren Diskussion und einer transparenten Entscheidungsfindung bei. Mit der nun bestätigten Kompetenzverlagerung sieht die Fraktion die Gefahr, dass diese fachliche Perspektive künftig weniger stark berücksichtigt wird. „Wir sind überzeugt, dass eine intensive Beratung im Schulausschuss die beste Grundlage für nachhaltige und gut begründete Entscheidungen im Bildungsbereich ist“, so Mark Schimmelpfennig abschließend.