
Langenfeld, 06. Mai 2026
Die Diskussionen im Schulausschuss am 5. Mai haben erneut gezeigt, wie groß der Handlungsdruck bei der Schulentwicklungsplanung in Langenfeld ist. Gemeinsam mit BGL und Bündnis 90/Die Grünen hat die SPD-Fraktion daher Anträge eingebracht, die mögliche zukünftige Entwicklungen im Bereich der weiterführenden Schulen prüfen und vorbereiten sollen.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Prüfauftrag. Ziel ist es dabei, verschiedene Handlungsoptionen frühzeitig und fundiert zu untersuchen, um auf steigende Schülerzahlen und zunehmende Belastungen an den bestehenden weiterführenden Schulen reagieren zu können.
Die SPD verweist darauf, dass die weiterführenden Schulen bereits heute teilweise über die ursprünglich vorgesehenen Kapazitäten hinaus genutzt werden. Einzelne Schulen müssen mehr Züge aufnehmen, als baulich ursprünglich vorgesehen sind.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Lützenkirchen erklärt hierzu:
„Wir dürfen nicht erst handeln, wenn die Situation völlig festgefahren ist. Gute Schulpolitik bedeutet, Entwicklungen frühzeitig ernst zu nehmen und verantwortungsvoll verschiedene Möglichkeiten zu prüfen.“
Ein möglicher Ansatz könnte perspektivisch auch das Modell einer PRIMUS-Schule sein. Die SPD betont jedoch ausdrücklich, dass hierzu keinerlei Vorentscheidung getroffen wurde. Ebenso gehe man nicht von der Schließung bestehender Schulen aus. Vielmehr könne ein zusätzliches Angebot langfristig zur Entlastung der bestehenden Schullandschaft beitragen und zugleich die Wahlfreiheit von Eltern stärken.
Dass die Gründung neuer PRIMUS-Schulen überhaupt wieder möglich ist, wurde erst kürzlich durch einen entsprechenden Gesetzentwurf der Landesregierung eröffnet.
Saskia Blossey, sachkundige Bürgerin im Schulausschuss erklärt:
„Uns geht es nicht um Schnellschüsse, sondern um eine ehrliche und fundierte Debatte über die Zukunft unserer Schulen. Die Sorgen vieler Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte nehmen wir sehr ernst.“
Zugleich verweist die SPD auf wissenschaftliche Begleitstudien bestehender PRIMUS-Schulen, die positive Ergebnisse insbesondere im Bereich individueller Förderung und Bildungsabschlüsse dokumentierten.
Die Diskussionen im Ausschuss seien teilweise kontrovers geführt worden. Gerade deshalb begrüßt die SPD die Einigung, Expertinnen und Experten aus bestehenden PRIMUS-Schulen einzuladen, um praktische Erfahrungen und fachliche Einschätzungen in die weitere Beratung einzubeziehen.
Für die SPD Langenfeld steht fest, dass Schulpolitik langfristig und verantwortungsvoll gestaltet werden müsse. Ziel bleibe eine leistungsfähige, gerechte und zukunftssichere Schullandschaft für alle Kinder und Jugendlichen in Langenfeld.
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