Unsere Erwartungen an den Haushalt des neuen Bürgermeisters Gerold Wenzenz waren hoch. Leider wurden sie aber nicht erfüllt.
Ja, die Kommunen sind am Limit. Die Pflichtaufgaben werden immer mehr und die Einnahmen wachsen nicht mit. Aber die Antwort kann nicht sein, lediglich an der Steuerschraube zu drehen.
Besonders die Erhöhung der Grundsteuer B von 418 auf 975 Prozent ist ein Schlag ins Gesicht vieler Mieter und Besitzern von Eigentum. Knapp 600 Euro im Jahr sind bei der heutigen finanziellen Situation vieler Langenfelderinnen und Langenfelder ein Betrag, der nicht so leicht gestemmt werden kann.
„Wir kämpfen seit Jahren für bezahlbaren bzw. sozialen Wohnungsbau“, so Mark Schimmelpfennig, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. „Mit dieser Erhöhung werden wieder die Mieten teurer. Eine Erhöhung von über 120 % ist im Hinblick auf bezahlbaren Wohnraum nicht hinnehmbar, insbesondere nachdem die Neuberechnung der Grundsteuer nach der Grundsteuerreform sowieso schon alles verteuert hat“, so Schimmelpfennig weiter.
Wir vermissen den Willen zu sparen und gewiss gibt es in Langenfeld noch Potenzial dazu.