
Die Doppelspitze der Langenfelder SPD hat am Samstag, den 24.01., den Tag der offenen Tür auf dem alten Ara-Gelände besucht. Andreas Adán kommentiert mit Blick auf die Bebauung: „Der Besuch des Ara-Geländes war für uns als Vertreter und Vertreterinnen der Langenfelder SPD mehr als nur ein Blick auf ein zukünftiges Bauprojekt. Bei dem Rundgang kam auch Wehmut auf. Jeder hat als Kind hier mit den Eltern Schuhe im Ara-Outlet gekauft – und wir waren stolz darauf, dass ein international bekanntes Unternehmen seinen Standort in Langenfeld hatte. Dieses Kapitel Stadtgeschichte geht nun zu Ende.
Wir sehen und begrüßen zugleich die Chancen des neuen Projekts: Ein modernes, durchmischtes Wohnquartier. Langenfeld muss sich verändern dürfen – aber verantwortungsvoll.
Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen: die verkehrliche Situation, ebenso ist absehbar, dass auf dem Gelände vor allem hochpreisiger Wohnraum entsteht – bezahlbares Wohnen spielt bislang keine erkennbare Rolle. In größeren Wohnungen werden Familien zuziehen, mit Kindern, die unsere Schulen besuchen werden. Diese zusätzlichen Schülerzahlen sind bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Schon heute sind unsere Schulen überlastet, und Containerlösungen können und dürfen keine Dauerantwort sein.
Deshalb bleibt unsere Haltung klar: Langenfeld braucht nachhaltige Antworten – auch in der Bildungsinfrastruktur. Wir setzen uns weiterhin konsequent für den Bau einer weiteren Gesamtschule ein. Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr und Bildung müssen zusammen gedacht werden – nur so bleibt Langenfeld lebenswert für alle Generationen.“ Saskia Blossey ergänzt hinsichtlich der gezeigten Graffiti und dem Blick auf die Neugestaltung der Innenstadt: „Die Graffiti-Kunst die wir bei dem Tag der offenen Türe auf dem Ara-Gelände bestaunen durften, war ohne Frage beeindruckend – sehr intensive, hochwertige Arbeiten, die Respekt verdienen. Solche Kunst kann in modernen Quartieren oder an passenden Fassaden ein echtes Statement sein. Für die Innenstadt als Aufenthaltsort halten wir als SPD Langenfeld Graffiti jedoch nicht für den großen Wurf, wie er aktuell teilweise dargestellt wird. Innenstadtqualität entsteht nicht primär durch bemalte Fassaden, sondern durch das, was Menschen dort gerne und länger bleiben lässt.
Mehr Begrünung, echte Sitzmöglichkeiten,
weniger harte Fassaden, öffentliche Toiletten,
Wasserspiele und vor allem mehr Gastronomie und Leben.
Zudem besteht immer die Gefahr, dass Graffiti durch Schmierereien verunstaltet wird – dann ist der Effekt schnell ins Gegenteil verkehrt.
Innenstadtentwicklung braucht deshalb klassische, bewährte Mittel – ergänzt durch Kunst dort, wo sie wirklich wirkt. Auch hier gilt: ehrlich abwägen statt Trends hinterherlaufen.“
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